Anhänger privat verleihen: lohnt sich das?
Stand: November 2026. Diese Seite ist keine Rechtsberatung, sondern eine Hilfe zur Orientierung. Im Zweifel fragt ihr bei der Zulassungsstelle, eurer Versicherung oder einer Rechtsberatung nach.
Die meisten Anhänger stehen den größten Teil des Jahres herum. Wenn du deinen an Nachbarn verleihst, hilfst du anderen und bekommst etwas für Unterhalt und HU zurück. Das solltest du vorher wissen:
Versicherung
- Dein Anhänger ist haftpflichtversichert. Frag bei deiner Versicherung nach, ob das gelegentliche Verleihen gegen Geld gedeckt ist – manche Tarife schließen die Vermietung an andere aus oder wollen sie gemeldet bekommen.
- Schäden am Anhänger selbst deckt nur eine Kasko. Ohne Kasko haftet der Mieter, wenn er den Schaden verschuldet hat. Mehr unter Versicherung.
Vertrag, Übergabe, Kaution
- Haltet die Absprachen im Mustervertrag fest und den Zustand in der Übergabe-Checkliste, mit Fotos.
- Eine Kaution, bar bei der Abholung, gibt beiden Sicherheit.
- Lass dir Führerschein und Ausweis zeigen, aber nicht kopieren oder schicken.
Steuern
Einnahmen aus der gelegentlichen Vermietung eines Anhängers sind sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG. Sie bleiben steuerfrei, solange deine Einkünfte daraus – also Einnahmen abzüglich deiner Kosten – im Kalenderjahr unter 256 € bleiben. Das ist eine Freigrenze: Liegst du darüber, ist der ganze Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil über der Grenze. Mehr dazu, auch zur Grenze zum Gewerbe: Steuern beim privaten Verleihen. Im Zweifel fragst du dein Finanzamt oder eine Steuerberatung.
Privat, nicht gewerblich
leihanhänger.com ist für Privatleute. Wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht mehrere Anhänger vermietet, betreibt in der Regel ein Gewerbe – dafür ist die Plattform nicht gedacht.
So geht’s
Du stellst bis zu drei Anhänger kostenlos ein, legst den Preis selbst fest (oder verleihst kostenlos) und sperrst Zeiträume, in denen du ihn selbst brauchst. Anfragen beantwortest du über die Plattform; deine Kontaktdaten bleiben privat.