Anhänger richtig beladen und Ladung sichern
Stand: November 2026. Diese Seite ist keine Rechtsberatung, sondern eine Hilfe zur Orientierung. Im Zweifel fragt ihr bei der Zulassungsstelle, eurer Versicherung oder einer Rechtsberatung nach.
Ladung muss so gesichert sein, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver nicht verrutscht, umfällt oder herunterfällt (§ 22 StVO). Verantwortlich sind Fahrer und Verlader. Mit diesen Regeln klappt es:
1. Gewicht prüfen
- Lade höchstens so viel, wie die Nutzlast des Anhängers erlaubt (zulässiges Gesamtgewicht minus Leergewicht) – und nicht mehr, als dein Auto ziehen darf (Anhängelast).
- Schüttgut ist schwer: Ein Kubikmeter Erde oder Kies wiegt 1,5 Tonnen und mehr.
2. Richtig verteilen
- Schweres nach unten und über die Achse, eher leicht nach vorn.
- Die Stützlast soll nah am erlaubten Höchstwert liegen, ihn aber nicht überschreiten. Zu wenig Stützlast macht das Gespann instabil.
- Links und rechts gleichmäßig beladen.
3. Festzurren
- Ladung möglichst formschlüssig an die Stirnwand stellen, Lücken füllen.
- Mit Spanngurten an den Zurrpunkten des Anhängers niederzurren; Gurte nicht über scharfe Kanten führen.
- Nach den ersten Kilometern anhalten und die Gurte nachziehen.
4. Abdecken
Loses Gut wie Grünschnitt, Laub, Sand oder Bauschutt musst du abdecken, mit Plane oder Netz, damit nichts herausweht.
5. Überstehende Ladung
Ragt Ladung hinten mehr als einen Meter über, muss sie gekennzeichnet werden (rote Fahne oder Schild, bei Dunkelheit eine rote Leuchte). Besser: einen längeren Anhänger wählen.